Tipps für richtig Heizen und Lüften

Tipps für richtig Heizen und Lüften

Tipps und Tricks über richtiges Heizen & Lüften

Richtig zu Heizen und zu Lüften, ist keine Wissenschaft für sich!
Falsches Verhalten beim Heizen und mangelnde Wartung führen allzu oft dazu, daß die Heizkosten unnötig steigen.
Auf der anderen Seite haben Schimmel & Co. durch falsches Sparen am falschen Ende zu häufig leichtes Spiel.

Wenn der Winter den Alltag fest im Griff hat, steigt auch der Heizbedarf im Allgemeinen in den Haushalten wieder spürbar an. Bereits unter normalen Witterungsbedingungen wird in den ersten zwei Monaten des Jahres rund ein Drittel der Heizenergie verbraucht.
Fällt die Temperatur dann bei strengem Frost um fünf Grad oder mehr, ist ein zusätzlicher Energiebedarf von 30 Prozent hierbei keine Seltenheit.
Leider führen falsches Heizverhalten und mangelnde Wartung dann allzu oft dazu, dass entweder die Heizkosten unnötig steigen oder Schimmel & Co. durch das Sparen am falschen Ende ein leichtes Spiel haben.
Welche typischen Fehler sind / wären somit beim Heizen und Lüften also unbedingt zu vermeiden? Und wann sollte man ein Fachmann zu Hilfe rufen?

Falsch eingestellte Raumtemperatur?
Das Einstellen der richtigen Raumtemperatur ist an sich keine große Kunst.
Häufig sind die Wohnungen / Räumlichkeiten allerdings stark überheizt oder deutlich zu kalt.
Mit einer Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius lassen sich die Heizkosten um etwa sechs Prozent reduzieren. Andererseits steigt bei einer zu starken Auskühlung die Schimmelgefahr. Idealerweise liegen die Raumtemperaturen im Wohnzimmer bei 20 bis 22 Grad, im Kinderzimmer bei 20 bis 22 Grad, in Schlafzimmer und Küche bei 18 bis 20 Grad und im Bad bei 21 bis 23 Grad.
Tipp: Mit individuell programmierbaren Thermostatventilen lassen sich oft 10 bis 15 Prozent der Heizenergie sparen.

Bei Abwesenheit Heizung abschalten?
In der kalten Jahreszeit ist es wichtig, alle Räume regelmäßig zu beheizen, um ein zu starkes Auskühlen von Wänden und damit einhergehende Feuchtigkeits- und Schimmelbildung zu vermeiden. Gern wird auch hier am falschen Ende gespart.
Gerade Räume, die im Winter nur sporadisch beheizt werden, bieten Schimmel & Co. einen hervorragenden Nährboden. Hinzu kommt der Aspekt, dass das Auskühlen und Aufheizen der Wohnung deutlich mehr Energie als kontinuierliches und gleichmäßiges Heizen verbraucht. 
Wichtig: Auch bei längerer Abwesenheit sollte die Temperatur nach Empfehlungen des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen nie unter 14 bis 16 Grad abgesenkt werden, da es sonst zur Kondensation von Feuchtigkeit an den Wänden kommen kann.

Nur einzelne Räume werden beheizt?
Um den Energieverbrauch zu senken, kommt es sehr häufig vor, dass nur einzelne Räume in der Wohnung beheizt werden. Diese Methode entpuppt sich insofern als Trugschluss, da über das Mitheizen angrenzender Räume bei geöffneten Türen ein deutlich höherer Heizaufwand besteht. Zudem kann Feuchtigkeit aus der warmen, verbrauchten Luft an den kühleren Wänden kondensieren und die Ausbreitung von Schimmel in den nicht beheizten Räumen begünstigen.

Zugestellte Heizkörper und Wände?
Mit Möbeln zugestellte, verbaute oder mit Gardinen / Vorhängen zugehangene Heizkörper können ihre Wärme nicht frei in den Raum abgeben. In der Folge steigt der Heizbedarf, der für die gewünschte Raumtemperatur benötigt wird, erheblich an.
Zugestellte Wände, an denen die Luft nicht ausreichend zirkulieren kann, stellen zudem ein weiteres Schimmelrisiko dar. Um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten, empfehlen Experten, Schränke und Möbel mit einem Mindestabstand von fünf Zentimetern zur Wand aufzustellen.

Bei Schimmel einfach überstreichen?
Bei Feuchtigkeits- und Schimmelschäden in den eigenen vier Wänden sollte auf jeden Fall ein Fachmann zu Rate gezogen werden, der das Ausmaß der Schäden überprüft und entsprechende Schritte zur Beseitigung des Problems in die Wege leitet.
Zwar gibt es gute Hausmittel, die bei oberflächlicher Schimmelbildung helfen können. Bei einem größeren Befall ist allerdings eine umfassende Sanierung der betroffenen Flächen geboten.
Ein einfaches Abwaschen oder Überstreichen der betroffenen Stellen löst dagegen das Problem nicht.

Kipplüftung als Dauerzustand?
Nicht nur durch falsches Heizen, auch durch ein falsches Lüftungsverhalten verschenken Haushalte im Winter viel Geld.
Gekippte Fenster mögen an kalten Tagen vielleicht sinnvoll erscheinen. Im Prinzip wird dabei aber nur Wärme zum Fenster hinaus geheizt. Wenn die Kipplüftung während der Heizperiode zum Dauerzustand wird, können je nach Wohnungsgröße schnell erhebliche Mehrkosten von mehreren hundert Euro entstehen.
Mehrmaliges Stoßlüften in allen Räumen ist dagegen wesentlich sparsamer und effektiver, um einen Austausch von feuchter Innen- und trockener Außenluft vorzunehmen und die Gefahr von Schimmelbildung zu senken.

Keine regelmäßige Wartung der Heizanlage?
Auch Hauseigentümer sparen an der falschen Stelle, wenn Sie ihre Heizung nicht regelmäßig von einem Heizungsfachmann warten lassen.
Insbesondere dann, wenn die Anlage nicht korrekt eingestellt ist / wurde oder einzelne Komponenten in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt sind, entstehen unnötige Kosten.
Oft ist auch ein hydraulischer Abgleich durch einen qualifizierten Heizungsbauer notwendig, der die einzelnen Komponenten des Systems dahingehend abstimmt, dass alle Heizkörper gleichsam versorgt werden und die Wärme sich optimal im gesamten Haus / Wohnung verteilen kann

1Kommentare

  • Avatar
    Viktoria Maisner
    Mär 12, 2018

    Hallo zusammen, herzlichen Dank für diesen spannenden und informativen Beitrag zum Thema Sanitär. Mein Mann und ich möchten das Badezimmer und das Gästebad renovieren lassen. Hierzu haben wir in der kommenden Woche zwei Beratungsgespräche. Ich freue mich schon riesig, wenn endlich wieder alles schon neu und modern aussieht. Ich bin gespannt, was die Gespräche ergeben werden.

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